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Angst vor der Impfung 3? Ich bleib dabei: Nö!

Die Pandemie hat uns weiterhin fest im Griff. Die dritte Welle hat die Politik völlig überrascht und mit dem Impfen geht es nur schleppend voran. Noch immer haben weite Teile der Bevölkerung Angst vor der Impfung. Ich bin weiterhin fest überzeugt: Die Impfung ist sicher, notwendig und der einzige Weg aus dieser misslichen Lage.

KeyVisual
von Dersim Özdag
01.05.2021


Im März 2020 kam die Ministerpräsidentenkonferenz zum ersten Mal wegen der Corona-Krise zusammen. Die Menschen waren besorgt. Die Nachrichten, die aus aller Welt zu uns überschwappten, verhießen nichts Gutes für die kommende Zeit. Corona war völlig neu für uns. Niemand ahnte damals, was noch alles auf uns zukommen würde.


Sie bekamen von den Menschen einen gewaltigen Vertrauensvorschuss. Wir wussten das, was Sie beschließen werden, uns alle hart treffen werden wird. Sie schränkten unsere Grundrechte ein. Wir saßen brav zu Hause und hofften, dass wir mit unserer Bereitschaft, diese Einschränkungen hinzunehmen, Leben retten würden.


Mit der Einführung des „Lockdowns“ verzichteten wir auf vieles. Doch gleichzeitig hatten wir das Gefühl, dass die Politik, während wir uns um die letzte Packung Toilettenpapier prügelten, alles Mögliche dafür macht, dass wir bald wieder in unseren Alltag zurückkönnen.

Wertvoller als Gold: Klopapier im ersten Lockdown. Und welcher Irre hängt eine Rolle so rum auf?!
Bildquelle: hermaion/Pexels

Alles geht unendlich langsam und träge voran

Das Gefühl hat sich als trügerisch herausgestellt. Mit einem Öffnungswettbewerb nach dem anderen überboten sich die Politiker gegenseitig. Die Wissenschaft warnte: Es wird eine gewaltige dritte Welle kommen. Mutationen könnten unseren bisherigen Impffortschritt völlig zunichtemachen. Wenige wollten auf die Vernunft hören. Lauterbach, Drosten und anderen wurde Panikmache vorgeworfen. Jetzt wissen wir: Sie hatten recht.


Wir wissen auch, dass nur die Impfung uns wieder in den Alltag zurückführen kann. Doch genau da liegt das Problem. Es geht kaum voran. Die Impfstofflieferungen steigen nur langsam, die Hausärzte dürfen zwar endlich helfen, aber bekommen viel zu wenige Dosen geliefert.

Das Diagramm zeigt die in der jeweiligen Kalenderwoche gelieferte Menge an Impfstoff aller Hersteller. Das RKI zeigt in seiner Darstellung auf impfdashboard.de die Gesamtmenge, also Lieferung + alle Vormonate.
Datenquelle: RKI/impfdashboard.de

Doch nicht nur ein mangelndes Impfangebot hemmt das Ende der Pandemie, sondern auch weiterhin die Sorgen vor schweren Nebenwirkungen der Impfung. Ich habe zu dem Thema bereits zwei Beiträge verfasst:

  • Angst vor der Impfung? Nö!
  • Angst vor der Impfung 2? Immer noch Nö!

Doch noch immer erreichen mich Fragen zur Impfung und noch immer herrscht große Unsicherheit. Einerseits scheinen die Medien und die Politik derzeit kläglich daran zu scheitern, die Menschen aufzuklären, andererseits entstehen tagtäglich neue Falschmeldungen in Bezug auf das Virus und die Impfung.

Nackte Zahlen, Daten und Fakten

Besonders häufig hörte ich in letzter Zeit, dass es letztendlich ja egal sei, ob man an den Nebenwirkungen der Impfung leidet oder an Covid-19. Außerdem würde man das ja sowieso nicht bekommen. Nun, nackte Zahlen sind nicht so leicht zugänglich, aber ein Blick auf die folgende Grafik sollte recht deutlich zeigen, was einen erwartet. Dabei sind die Zahlen bezüglich Covid-19 so gestaltet, dass das Verhältnis auch das Infektionsrisiko berücksichtigt. So zeigt die Grafik deutlich: Wer sich impfen lässt geht das wesentlich geringere Risiko ein.

Die Grafik zeigt die Anzahl der Fälle pro 1.000 Einwohner. Bei den geimpften je 1.000 geimpfter und bei den Covid-19-Fällen aller Einwohner Deutschlands runtergerechnet auf 1.000 Einwohner. Als schwerwiegend wurden bei Covid-19 alle Fälle, die intensivmedizinische Versorgung benötigten (6). Bei den Impfungen die Fälle von Nebenwirkungen, die vom PEI als schwerwiegend eingestuft wurden. (Stand: 26. April 2021)
Datenquelle: Sicherheitsbericht PEI/Aktuelle Fallzahlen des RKI

Um das noch mal anders auszudrücken:

Dem Paul-Ehrlich-Institut wurden 351 Todesfälle bei Geimpften im Alter von 24 bis 102 Jahren gemeldet. Der Median des Alters betrug 86 Jahre, das mittlere Alter 74 Jahre.1

Gleichzeitig liegen dem Robert Koch-Institut 82.280 Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung deutschlandweit vor.2

Aber was ist mit den Langzeitfolgen?

Die gibt es nicht.


Ich weiß nicht, woher dieses Gerücht stammt. Hierzu ist eventuell mal eine Klarstellung nötig: Der Impfstoff verbleibt nur kurz im Körper. Spätestens nach wenigen Monaten ist es ausgeschlossen, dass weitere Nebenwirkungen auftreten. Das, was üblicherweise als Langzeitfolgen bezeichnet wird, sind Nebenwirkungen, die sehr, sehr selten auftreten. Hierzu fehlen keine Daten über Leute, die vor langer Zeit geimpft wurden, sondern sehr große Mengen an Daten von geimpften.3


Um das zu veranschaulichen: Tritt eine Nebenwirkung bei 1 bis 10 Personen von 10.000 geimpften auf, dann gilt sie als selten.4 Um diese Nebenwirkungen als solche zu identifizieren, muss sie erst mal auftreten. Das heißt, dass 10.000 Personen geimpft werden müssen, damit am Ende die Nebenwirkung überhaupt ein Mal auftritt. Diese eine Person muss dann die Nebenwirkung auch erst mal merken. Nicht jede Nebenwirkung ist auch gleich als solche identifizierbar (leichter Husten, Kopfschmerzen, etc.). Das heißt, bis hier eine signifikante Anzahl an Fällen auftritt, dauert es. Erst wenn die Nebenwirkung oft genug aufgetreten ist und untersucht werden konnte, kann man den Zusammenhang zur Impfung sicher feststellen.


Millionen Impfdosen aller Hersteller wurden weltweit bisher verimpft. Daran, dass regelmäßig über Nebenwirkungen berichtet wird, sieht man, dass die Kontrollen funktionieren.

Ich will aber den guten Stoff!

Und ich bin mir sicher, dass du den von BioNTech meinst, oder? Nun, der Grund ist vermutlich, dass dieser seltener in der Presse wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen war. Das stimmt. Auch ist er mit einer Wirksamkeit von ungefähr 95 % nach der zweiten Dosis möglicherweise wirksamer als AstraZeneca mit ca. 80 %.5


Doch wirklich aussagekräftig ist das nicht. Alle der Impfstoffe retten dir eventuell das Leben, alle der Impfstoffe schützen dich vor schweren Verläufen und alle der Impfstoffe sind sicher. Die Statistiken sind das eine, aber es ist gut möglich, dass du selbst viel besser auf den einen als den anderen reagierst oder dass bei dir der eine wirkt und der andere nicht. Letztendlich ist momentan auch einfach zu wenig Impfstoff verfügbar, um wählerisch zu sein. Jeder wird sich früher oder später problemlos mit dem dann als besser geltenden Impfstoff nachimpfen lassen können. Das nachfolgende Video erklärt dir außerdem, warum zukünftig vielleicht sogar AstraZeneca der bessere Stoff ist.

Fazit

Für mich ist damit klar: Ich lasse mich impfen. Ich sehe mindestens 82.280 Gründe für die Impfung und freue mich darauf, bald endlich meine erste Impfdosis zu erhalten. Dabei ist mir weiterhin völlig egal, welcher der Impfstoffe es wird.


Unser primäres Ziel als Gesellschaft muss es sein, dass wir schnell aus dieser Pandemie kommen. Und das schaffen wir mit jedem Impfstoff.

Quellen:
  1. https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-12-03-21.pdf?__blob=publicationFile&v&page=9
  2. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
  3. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/welche-langzeitfolgen-zu-befuerchten-sind-123411/
  4. https://www.test.de/Medikamente-Dieser-Mix-vertraegt-sich-nicht-1435578-1435579/
  5. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Wirksamkeit_Sicherheit.html
  6. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1108578/umfrage/intensivmedizinische-versorgung-von-corona-patienten-covid-19-in-deutschland/
CoronaImpfungWissenschaftMedizin

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